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Kampf für Recyclingbeton

Kampf für Recyclingbeton

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Kampf für Recyclingbeton

Kirchheim unter Teck

Ein Megathema wie Plastikmüll

Mit geradezu missionarischem Eifer kämpft der Recycling-Pionier Walter Feeß für die Wiederaufarbeitung von Bauschutt. Oft, zu oft stößt er dabei noch auf Widerstände.

Der Neubau der Zentrale der Kreissparkasse in der Esslinger Bahnhofstraße ist mit Recycling-Beton gebaut worden.
Foto: Horst Rudel

Kirchheim - Oh, es ist wirklich viel passiert. Und doch geht es viel zu langsam voran.“ Walter Feeß holt tief Luft. Der 64-Jährige weiß wohl selber nicht genau, ob er sich nun freuen – oder doch lieber verzweifeln soll.
Im Oktober vor zwei Jahren hat die Bundesstiftung Umwelt den Recycling-Pionier aus Kirchheim mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Das hat ihn damals bundesweit in die Schlagzeilen gebracht und ihm viel Aufmerksamkeit beschert.

Seither sind mehr als 2500 Besucher – darunter zahlreiche prominente Politiker – an den Albrand gepilgert, um sich über den Einsatz von Recycling-Beton, aber auch von frisch aufgearbeitetem Sand und Kies für den Unterbau von Straßen zu informieren. Walter Feeß ist ein gefragter Gesprächspartner und Redner, der mal in Würzburg vor Vertretern der katholischen Kirche, mal in Berlin beim Verband der Deutschen Industrie oder daheim im eigenen Recyclingwerk vor Mitgliedern des BUND seinen, wie er es empfindet, „Beitrag zum Erhalt der Schöpfung“ vorstellt.

Bei der Umsetzung stößt Walter Feeß oft an Grenzen

Doch das alles ist für Walter Feeß nur Beiwerk. Denn was ihn besonders wurmt: Bei der praktischen Umsetzung seiner Ideen stößt er immer wieder an Grenzen. „Wer das Recyceln von Bauschutt ernst nimmt, muss Aufbereitungszentren am Rand der Ballungsräume genehmigen“, erläutert er seinen Ansatz. Doch die Bereitschaft, solche Recyclinganlagen zu erlauben, sei gering bis nicht vorhanden.
Immerhin: Der Berliner Senat plane gerade ein Gesetz, mit dem geregelt werden soll, dass alle großen Gebäude in Berlin in Zukunft mit Recycling-Beton gebaut werden müssen. Und auch in der Heimat kann Feeß einige Erfolge verzeichnen: So ist der Neubau der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in der Esslinger Bahnhofstraße zu weiten Teilen mit R-Beton errichtet worden. Auch auf dem Campus Rauner, dem größten Schulzentrum in seiner Heimatstadt Kirchheim, findet man fast ausschließlich das aufbereitete Baumaterial. Die Esslinger Stadtverwaltung hat darüber hinaus angefangen, das Thema R-Beton in die öffentlichen Ausschreibungen aufzunehmen, wenn sich das anbietet. Auch gibt es Überlegungen im Landkreis Esslingen, dem Thema in Form eines Pilotprojekts mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Doch wer wirklich etwas bewirken will, muss Taten folgen lassen. Und daran mangelt es, davon ist Walter Feeß überzeugt, an allen Ecken und Enden in der Republik. Denn noch immer würde Bauschutt oft über hunderte von Kilometern transportiert, um in Deponien entsorgt zu werden, statt die darin vorhandenen Rohstoffe vor Ort zu trennen und wieder aufzubereiten. Die von ihm entwickelte Nassglasieranlage, mit deren Hilfe Sand aus Bauschutt ausgespült und wiederverwertet werden kann, sei ein Quantensprung.

In 100 Jahren sind die Sandvorräte erschöpft

Und dann rechnet Walter Feeß vor: Aktuell liege der Sandbedarf weltweit bei jährlich 85 Milliarden Tonnen, in 30 Jahren werde er sich laut Prognosen verdoppelt haben. In 100 Jahren seien dann die Sandvorräte erschöpft. Walter Feeß: „Wir leben also auf Kosten unserer Kinder. Das darf nicht so weitergehen. Was wir gerade machen, das ist einfach unverantwortlich.“
Das Recycling von Bauschutt sei weltweit „ein Megathema, mindestens so wichtig wie der Umgang mit dem Plastikproblem“, betont Feeß. Und doch werde ihm „nicht andeutungsweise eine ähnliche Bedeutung beigemessen“, sagt Feeß fast verzweifelt.
Zurück zum Recycling-Beton: Für Walter Feeß liegen die Vorteile auf der Hand. Das Material schütze die Umwelt, weil es Ressourcen schone und durch die deutliche Reduzierung der Anzahl von Lastwagenfahrten tonnenweise Kohlendioxid-Emissionen vermeide.
Zudem schaffe die Trennung der Materialien und deren Aufbereitung Arbeitsplätze. Nicht zuletzt sei der wiederverwertete Bauschutt und Altbeton sogar noch günstiger als reines Frischmaterial aus dem Schotterwerk. „Aber nicht mal dieses Argument hat sich bisher überall herumgesprochen“, klagt Feeß.
Und doch kämpft der Kirchheimer weiter – mit geradezu missionarischem Eifer. „Es geht hier nicht um Walter Feeß, es geht um die Menschheit“: Das ist so ein Satz, der deutlich macht, wie wichtig dem 64-Jährigen sein Anliegen ist.

Quelle: Stuttgarter Zeitung, Ausgabe 03.10.2018, Bericht von Kai Holoch
Foto: Horst Rudel

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