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RESSOURCEN INTELLIGENT EINZUSETZEN

ist nicht nur wirtschaftlich, sondern schont auch die Umwelt. Beides zusammen kann auch kleinen und mittleren Firmen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Ein Hauch von Philosophie umweht den deutsch-niederländischen Star-Architekten Thomas Rau: „Wer vordenkt, muss nicht über die Probleme nachdenken, die er bei der Umweltzerstörung angerichtet hat.“ Macht und Verantwortung fielen in der modernen Gesellschaft immer mehr auseinander, so der Amsterdamer, der international Bahnhöfe und Flughäfen plant. Wir Menschen seien nur Gäste auf Erden, verhielten uns aber wie Plünderer und Vandalen. Wir müssten erkennen, dass alles, was da ist, wertvoll ist. „Abfall ist Material ohne Identität“, nimmt er bei seinen Vorträgen das staunende Auditorium mit in seine Denkwelt. Und es bleibt nicht bei ungewöhnlichen Gedanken: 2017 gründete Rau in den Niederlanden ein „Madaster“. Dabei handelt es sich um eine Art Materialkataster, in dem nicht Grund und Boden, sondern Art und Menge des in Gebäuden verbauten Materials erfasst werden. „Wir begreifen seither jedes Gebäude als Materiallager, und jedes Bauteil ist recycelbar“, erklärt Rau.

Ein zweites Leben für Bauschutt. Nach diesem Denkansatz handelt seit gut fünf Jahren auch Walter Feeß. Der Spezialist für Erdaushub und Abriss zerkleinert und separiert mineralische Abfälle und stellt daraus mittlerweile 40 verschiedene Recyclingprodukte her, die als Wertstoff im Bau eingesetzt werden können – zum Beispiel in so genanntem R-Beton. Das R steht für Recycling. Bezogen auf das Ausgangsmaterial erreicht Feeß eine Recycling- Quote von bis zu 80 Prozent. Vor allem Kies und Sand gewinnt er vor Ort zurück und beliefert damit aktuell acht Betonwerke.

Dies bedeutet zwar zunächst einmal einen Mehraufwand, den Feeß auf rund 20 Prozent, beziehungsweise 25 Anlernjobs taxiert. Doch unter dem Strich ist er um rund fünf Prozent günstiger, weil er Transport- und Deponiekosten spart. „Fast drei Viertel der Kosten in unserem Gewerk entfallen auf Entsorgung,“ erklärt der 64-Jährige. Wichtiger als die wirtschaftlichen Vorteile waren für den mehrfachen Vater und Großvater jedoch ökologische Gründe. 2016 wurde sein Engagement mit dem Deutschen Umweltpreis gewürdigt und 2018 erhielt er die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden- Württemberg.

BAUSCHUTTRECYCLING ist die Spezialität von Walter Feeß. In seinem Kirchheimer Unternehmen stellt er daraus 40 verschiedene Produkte her. (Foto: Annette Wandel Fotografie)

Bei vier von zehn Ausschreibungen ist der Kirchheimer nach eigenen Angaben günstigster Bieter und bekommt deshalb den Auftrag, immer häufiger werde der Zuschlag aber auch aus ethisch-ökologischen Gründen erteilt. Feeß‘ Kunden sind Bauunternehmen, aber auch Privatleute und zu zehn Prozent die öffentliche Hand. Seit der Wirtschaftskrise 2008 hat der Unternehmer den Umsatz um fast das Dreifache gesteigert und dabei gleichermaßen von der boomenden Konjunktur, dem Wohnungsmangel und Stuttgart 21 profitiert. „Vor allem in den Innenstädten wird viel abgerissen, um Wohnraum zu verdichten“, sagt Feeß. „Da kommt unser Recyclingkonzept mit kurzen Wegen voll zum Tragen.“ Inspiration aus der Schweiz. Der Kirchheimer Unternehmer hat den R-Beton schon 2010 in Zürich kennengelernt. Dort gab es eine Bauvorschrift, aufgrund deren dort seither 95 Prozent R-Beton verbaut wird. In Deutschland ist R-Beton seit 2005 zugelassen, außer für Spannbeton. Eine DIN-Norm sichert die Qualität. Demnach hat R-Beton die exakt gleichen Eigenschaften wie konventioneller und unterscheidet sich je nach Zusammensetzung auch optisch nicht. Dennoch setze bisher kaum jemand den umweltfreundlichen Baustoff ein, der selbst bei Architekturprofessoren so gut wie unbekannt sei.

Textquelle: "IHK - Magazin Wirtschaft Mai 2019", von Matthias Streit

Bildquelle: Annette Wandel Fotografie

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